Kinder von nepalesischen Arbeitsmigranten brauchen aussicht auf

ein freies Leben.

Kinder der nepalesischen Arbeitsmigranten in Ladakh, Nordindien, werden – wie ihre Eltern – als Arbeitskräfte verkauft. Wir setzen uns mit Schulbildung und einem festen Zuhause für sie ein, damit sie frei bleiben und ihr Leben später selbst gestalten können.

 

 

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Situation und Hintergrund

Über 20 000 nepalesische Migranten arbeiten im nordindischen Hoch-Himalaya in Ladakh als Tagelöhner im Haus- und Strassenbau. Sie kamen nach Indien, um der Armut in Nepal zu entfliehen. Viele von ihnen wurden faktisch als Arbeitskräfte dorthin verkauft – als moderne Sklaven. Ihre Not ist gross: Sie sind abgeschnitten von ihren Familien in Nepal und haben keine Zugehörigkeit, sie werden von den Ladakhis verachtet und sind durch ihre Arbeit in extremer Höhe vielen Gefahren ausgesetzt. Sie arbeiten unter unmenschlichen Bedingungen unglaublich hart und leben trotzdem weiterhin in äusserster Armut. Ausserdem können sie bedingt durch ihre Art der Arbeit nirgends richtig ansässig werden, da sie – vor allem im Strassenbau – keinen festen Arbeitsort haben. Viele von ihnen leben in Zelten am Strassenrand und müssen mit der Baustelle immer weiterziehen, ohne feste, geschweige denn angemessene Unterkünfte.

Bei vielen nepalesischen Arbeitmigranten handelt es sich nicht um Einzelpersonen, sondern um Familien mit Kindern. Oft hindert das Weiterziehen die Kinder daran, eine Schule zu besuchen. So kommt es, dass Kinder bereits im Alter von acht Jahren einfach bei ihren Eltern im staubigen und gefährlichen Strassenbau im Himalaya mitarbeiten müssen. Die Zukunft dieser Kinder ist alles andere als rosig. Ohne Schulbildung werden sie dasselbe wie ihre Eltern – Sklaven.

 
 

Was wir tun

Himalayan Life setzt sich für die Kinder der Arbeitsmigranten ein und bietet ihnen ein Zuhause und die Möglichkeit, eine Internatsschule in Leh, Ladakh zu besuchen. Derzeit werden 75 Kinder umfassend von unseren liebevollen Mitarbeitenden im Himalayan Friendship Home betreut und versorgt. Statt in Arbeiterzelten aufwachsen zu müssen, sind die Kinder in einer geschützten Umgebung, es wird für ihr körperliches Wohlergehen gesorgt und sie erhalten Schulbildung.

Im Himalayan Friendship Home sollen die Kinder in ihrer Entwicklung ganzheitlich gefördert werden, damit sie ihr Potenzial voll entfalten können. Neben der äusseren Versorgung werden auch ihre sozialen, geistigen, emotionalen, kreativen und spirituellen Bedürfnisse ernst genommen. Durch die zentrale Lage des Hostels in Leh, eine gut ereichbaren Stadt in Ladakh, können die Familien in recht engem Kontakt mit ihren Kindern bleiben.

 

 

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Das Projekt in Stichworten

  • Zuhause und Schulbildung für die Kinder nepalesischer Arbeitsimmigranten in Ladakh, Nordindien

  • in Leh, Ladakh, (3650 m)

  • derzeit 76 Kinder

  • acht liebevolle, kompetente Betreuungspersonen

  • Projekt in Zusammenarbeit mit der Moravian Mission School

  • Alphabetisierungskurse für Eltern und andere nepalesische Arbeitsimmigranten

  • CHF 66 000 Jahresbudget (2018)

  • Projektbetreuung durch Himalayan Life Schweiz

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